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Begegnung

mit Papst Johannes dem XXIIIsten

Dank Altabt André-Jean aus der südfranzösischen Abtei En-Calcat, der uns besucht, dürfen wir tiefer in die innere Welt des von allen geliebten Papstes Johannes des XXIII. blicken und die Quelle seiner grossen inneren Freiheit entdecken. Aus dieser Quelle schöpfte er den Mut der Inspiration des Heiligen Geistes zu folgen, um die verantwortlichen Bischöfe aus der Weltkirche zum oekumenischen Konzil des II. Vatikanums zusammenzurufen, das eine Erneuerung der ganzen Kirche in die Wege leiten sollte.

Was machte ihn denn innerlich frei, allen gegenüber gütig, bescheiden, demütig und echt menschlich und gleichzeitig mutig, um seine Überzeugung zu vertreten? Worin besteht seine Heiligkeit, die bald durch die Kanonisation anerkannt werden soll?

Er wurde heilig durch den Verzicht auf sein Ego, im einfachen Annehmen des täglichen Lebens, was es auch immer brachte an Gutem oder Widerwärtigem. "Gehorsam und Frieden" war seine Grundhaltung nach dem Wahlspruch "Dein Wille, Herr, ist unser Friede." Aus der Vereinigung mit Jesus in tiefer menschlich-göttlicher Freundschaft schöpfte er seinen Gleichmut vor Lob oder Tadel, seinen Mut zum Entscheiden und Handeln, seinen Frieden, seine Güte und Einfachheit.

 

Dom André-Jean