Benediktus
und seine Regel
Am 11. Juli feiern wir Mönche und Nonnen des Benediktiner-, Zisterzienser- und Camaldulenserordens das Fest des Heiligen Bendikt, den wir als unseren Vater verehren. Wir leben nämlich nach seiner Regel in verschiedenen Ausprägungen."Diese Regel ist durch über 1500 Jahre hindurch lebendig geblieben. In unserer Gemeinschaft lesen wir Tag um Tag ein Kapitel im Kapitel daraus. Häufig interpretiert Mutter Äbtissin das behandelte Thema auf die heutigen Gegebenheiten hin, als Hilfe für unser persönliches und gemeinschaftliches Leben.
Die Regel regelt das Leben so, dass wir miteinander in der Liebe zu Gott, den Mitschwestern und Mitmenschen wachsen können. Wie können wir auf die liebende Gegenwart Gottes aufmerksam bleiben? Wie unser Zentrum vom eigenen Ich in Gott und von Ihm her in die andern verlegen? Wie Christus nachfolgen, von ihm demütiges Dienen lernen, eine Atmosphäre der Liebe und des Friedens schaffen? Benedikt sagt: "Mit Christus als unserem Meister in seiner Lehre im Kloster verharren bis zum Tod, durch unsere Geduld teilhaben an seinem Leiden und so mit Ihm auch an seinem Reich Anteil haben.
Im Mass unseres Fortschrittes in diesem Leben und im Glauben weitet sich das Herz. Man läuft so auf dem Weg der Gebote Gottes in der unaussprechlichen inneren Bewegung der Liebe. aus dem Prolog der Benediktusregel