Das Licht
kommt in die Finsternis
Der 2. Februar ist ein sehr wichtiges Fest für uns. Wir feiern die Sendung Jesu als Licht, das in die Welt kommt zur Erleuchtung der Menschen, Weihnachten und Ostern zugleich: Maria Lichtmess nannte man es. Der alte Symeon wartete mit grosser Sehnsucht auf den Messias, den von Gott Gesandten. Der Heilige Geist trieb ihn hinauf zum Tempel. Maria und Josef waren im selben Moment zum Tempel gepilgert, um Jésus den Erstgeborenen als Opfer darzubringen und ihn durch zwei Tauben loszukaufen. Und es kam zur grossen Begegnung: Symeon hat im kleinen Kind in Maria und Josefs Armen das Licht von Gott erkannt, das die Menschen erleuchten werde. Auch die greise Anna war da und erkannte die Erfüllung ihrer Sehnsucht und die Erhörung ihres ständigen Gebetes: Sie verkündete allen um sie herum, dass dieses kleine Kind der Messias sei, das Licht zur Erleuchtung der Menschenfamilie.
In der Liturgie feiern wir diese Begegnung. Der Priester segnet alle Kerzen, die durchs Jahr hindurch während der Eucharistie neben dem Altar und anderswo im Hause brennen werden und die brenenden Kerzen, die wir selber tragen. Vor der Darbringung von Brot und Wein tragen wir sie brennend zum Altar, wo sie miteinander während der Messe sich verzehren als Zeichen, dass wir selber miteinander als Opfergaben brennen wollen, mit Christus, für die Menschenfamilie zu ihrem Heil und zur Ehre Gottes.