Jubelprofess von Mutter Gertrud
Am Pfingstmontag
Am Pfingstmontag feiert unsere Mutter Gertrud ihre Jubelprofess. Äbtissinnen und Äbte, Obere, Brüder und Schwestern, ihre Familie und viele Freunde kommen, um die Festfreude mit uns zu teilen.Der Erzbischof von Tours, Nicolas Aubertin, Hauptzelebrant, hält uns eine wunderbare Predigt.
Anschliessend richtet Abt Marc von Hauterive einige Worte an die Jubilarin, die darauf ihre Profess erneuert: „ Voll Freude danke ich Gott für das Vergangene und erwarte in demütiger Zuversicht das Kommende, da ich auf die Barmherzigkeit Gottes und das Gebet meiner Mitschwestern vertraue“. Danach betet Abt Marc für sie im Namen der Kirche: „...Schenke deiner Dienerin Marie Gertrude, deren Jubelprofess wir feiern, die Fülle deiner Gnade. Du hast ihr in deiner Güte gewährt, das fünfzigste Jahr ihres Ordenslebens zu vollenden. Schenke ihr deine Vergebung und gib, dass sie dir auch in Zukunft mit Hingabe dient und treu in diesem heiligen Entschluss verharrt... Am Ende ihres Lebens aber lass sie mit jubelndem Herzen den Siegespreis erlangen, die Freude der ewigen Seligkeit...“
Darauf erhält sie von Mutter Äbtissin den „Altersstab“, mit viel Geschick geschnitzt von Bruder Claude aus Hauterive, die Dreifaltigkeit nach Roublev darstellend. Im Anschluss an die Messe lösen sich die Zungen beim Aperitif. Darauf folgt das Festmahl für die geladenen Gäste im Benediktussaal. Kurz vor dem Dessert taucht plötzlich ein „Jubiläumschor“ auf, der alle Anwesenden einlädt, in das „Jubiläumslied“ einzustimmen.
Glücklich gehen alle zur Non in die Kirche, die mit einer zweiten Überraschung endet: Unerwartet erscheint unser Freund, Herr Theo Kapsopulos mit einer Gruppe seines Jugendorchesters im Chor der Kirche und interpretiert für uns den Teil des Polyptique von Frank Martin, das mit dem Namen „La Chambre Haute“ Pfingsten musikalisch darstellt, inspiriert von einem Gemälde von Duccio.
Erfüllt von Freude und Dank dürfen wir diesen wunderbaren Jubiläumstag beschliessen.