sein Leben empfangen
sein Leben hingeben
Zwischen 1380 und 1400 hat ein unbekannter Künstler mit Liebe und Humor aus Eichenstämmen ein wunderbar lebendiges Chorgestühl für die Gemeinschaft der Zisterzienserinnen in der Maigrauge geschnitzt. Das tiefste Element daran ist der gekreuzigte Christus, den er als Mutter dargestellt hat. Im Evangelium nach Johannes (Joh. 16 21 - 22) spricht Jesus von seinem bevorstehenden Leiden als von den Geburtswehen im Gebären des neuen, erlösten Menschen. Zu Füssen des Kreuzes hat der Künstler denn auch den Kopf eines lebendigen lächelnden Menschen dargestellt. Auch der am Kreuz hängende Christus selber lächelt friedlich. I Johannes 14, 33 spricht Jesus zu seinen Jüngern zärtlich als zu seinen "Kinderchen", bevor er ihnen sein neues Gebot der Liebe gibt: Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Wenn ihr einander liebt, werden sie euch als meine Jünger erkennen.
Uns von Jesus lieben lassen. Lieben wie er uns liebt...unser Leben hingeben für die Mitmenschen....