Verachtet, gemieden
leiderfahren, verlassen
Unzählige Menschen, Familien, ganze Völker erleiden dieses Schicksal heute. Sie leiden an Hunger, Durst, sind aus dem öffentlichen Interesse gestrichen. Niemand kommt ihnen zu Hilfe. Gewalt, Krieg, Grausamkeit, körperliche und seelische Misshandlungen sind ihr Los, heute morge, wie lange noch?
Der Prophet Jesaia beschreibt solche Situationen in Is. 52, 14; 53, 3-12
Verachtet war er und von den Menschen gemieden, ein Mann von Schmerzen, leiderfahren; wie einer, vor dem man sein Angesicht verhüllt, verabscheut, von niemand beachtet...Er ward durchbohrt um unserer Sünden willen, zerschlagen für unsere Missetaten. Durch Gewalt und Gericht ward er ergriffen; wer kümmert sich schon um seinen Rechtsfall?
Jesus ist dieser eigentliche Gottesknecht, der freiwillig und solidarisch mit allen Opfern von Gewalt und Unrecht die Konsequenzen des Bösen auf sich nimmt in unbeschreibbarer Liebe für jeden Leiderfüllten. Als selber ungerecht Verurteilter und ans Kreuz Genagelter verwandelt er das Böse, Hass und Rache in Energie der Liebe und des Lebens.
Heute um drei Uhr, nehmen wir in der Passionsfeier in grosser, man könnte sagen verrückter, Hoffnung an diesem Geschehen teil, um die verwandelnde Kraft der Liebe durch den Geist Jesu in uns selber wirken zu lassen, uns selber verwandeln zu lassen, uns und die ganze Menschenfamilie.