Zeugen
des Auferstandenen
Am Mittwoch nach Ostern wird in der katholischen Kirche die Geschichte im Evangelium nach Lukas von den Anhängern Jesu auf dem Weg von Jérusalem nach Emmaus gelesen. Sie sind traurig und enttäuscht: Ihr Meister wurde verurteilt und gekreuzigt, nach seinem Tod in ein Felsengrab gelegt. Sie glauben den Frauen nicht, die behaupten, sie seien seither dem lebendigen Jesus begegnet. Da gesellt sich ein Mitwanderer zu ihnen und fragt sie nach dem Grund ihrer traurigen Miene. So erzählen sie ihm von ihrer schweren Enttäuschung. Die politischen und religiösen Autoritäten haben ihren Meister zum kläglichen Kreuzestod verurteilt. Nichts von dem, was sie erwartet hatten ging in Erfüllung. So griff Jesus liebevoll in ihr Gespräch ein und erklärte ihnen anhand der heiligen Schriften, dass der Messias einen demütigenden Tod sterben müsse, dass er aber von Gott zum Leben erweckt werde und so sein Volk retten werde. Unter diesen Gesprächen erreichen sie Emmaus. Inzwischen ist es Abend geworden. So laden die beiden Freunde den unbekannten Wanderer zu einer Mahlzeit in einer Herberge ein. Als er vor ihnen das Brot bricht in der Weise, wie sie es ihren Meister hatten tun sehen, erkannten sie ihn, Jesus, und wissen nun: Er lebt!
Jedes Jahr feiern wir an diesem Tag mit unseren Mitbrüdern von Hauterive nach ihrer Wanderung über Bourguillon in die Maigrauge Eucharistie und anschliessend das Mittagsmahl. Ein zur Tradition gewordenes frohes, österliches Ereignis!